Führung als System verstehen.

Organisationen investieren seit Jahren in Führungskräfte – und verlieren dennoch an Entscheidungsfähigkeit.

Nicht, weil Menschen versagen.
Sondern weil das Führungssystem an struktureller Klarheit verliert.

Warum Führungstrainings allein keine Wirkung mehr entfalten

Klassische Führungsentwicklung setzt beim Individuum an:
Kompetenzen, Verhalten, Haltung, Persönlichkeit.

Diese Ansätze waren lange sinnvoll – solange Organisationen überschaubar, stabil und linear steuerbar waren.

Heute wirken Führungskräfte jedoch in Systemen, die:

  • unter permanentem Entscheidungsdruck stehen

  • widersprüchliche Erwartungen erzeugen

  • strukturell überlastet sind

  • hochgradig vernetzt sind

In solchen Systemen kann individuelles Verhalten strukturelle Defizite nicht kompensieren.

Das Missverständnis

Wenn Führung nicht wirkt, wird an Menschen gearbeitet – statt am System.

Was systemische Führung wirklich bedeutet

Führung entsteht nicht nur im Verhalten einzelner Personen.
Sie entsteht im Zusammenspiel von:

  • Entscheidungslogiken

  • Verantwortungsstrukturen

  • Priorisierungsmechanismen

  • Kommunikations- und Eskalationswegen

  • formellen und informellen Machtverhältnissen

Dieses Zusammenspiel bildet das Führungssystem.

Menschen agieren darin – aber sie steuern es nicht allein.

System schlägt Verhalten

In widersprüchlichen Systemen werden selbst sehr gute Führungskräfte unwirksam.

Woran Organisationen systemische Führungsprobleme erkennen

Systemische Führungsprobleme zeigen sich häufig durch:

  • operative Eskalationen

  • widersprüchliche Zielvorgaben

  • steigende Abstimmungsbedarfe
  • Überlastung einzelner Schlüsselpersonen

  • langsame oder vertagte Entscheidungen
  • „gefühlte“ Führungslosigkeit trotz klarer Rollen

Diese Symptome sind nicht zufällig.
Sie sind Ausdruck struktureller Spannungen im Führungssystem.

Wenn gut gemeinte Maßnahmen Wirkung reduzieren

Viele Organisationen reagieren auf diese Symptome mit:

  • zusätzlichen Programmen

  • neuen Leitbildern

  • weiteren Gremien

  • verstärkter Kommunikation

Das erhöht kurzfristig Aktivität, verstärkt langfristig jedoch die Systemlast.

Führung wird dadurch eher komplexer, aber nicht klarer.

Das Paradox

Mehr Führung wird eingeführt – während die Führungswirkung sinkt.

Von individueller Führung zu struktureller Führungswirksamkeit

Wirksame Führung entsteht, wenn das System Orientierung, Entscheidungsfähigkeit und Verantwortung trägt.

Das erfordert:

  • Klarheit über Ziel- und Entscheidungslogiken

  • eindeutige Verantwortlichkeiten

  • schlanke, wirksame Strukturen

  • konsistente Prioritäten

Erst dann können Führungskräfte ihre Wirkung entfalten – ohne zu kompensieren.

Martin Borgstädt, Portrait, Leadership, Coaching, Bielefeld

Systemische Führung sichtbar machen

Der NewCode Leadership betrachtet Führung konsequent als System.

Wir analysieren nicht einzelne Personen, sondern die strukturellen Bedingungen, unter denen Führung wirkt oder blockiert wird.

Dazu betrachten wir Führung über:

  • Organisation

  • Teams

  • Führungskräfte

und entlang der Wirkfelder:
Vision, Strategie, Prozesse und Struktur.

So entstehen belastbare Entscheidungsgrundlagen –
statt weiterer Hypothesen.

Führung wird nicht besser durch mehr Training...

…sondern durch bessere Systeme.

Organisationen verlieren aktuell nicht an Führungsqualität.
Sie verlieren an struktureller Klarheit.

Wer Führung wirksam machen will, muss das System verstehen – bevor er es verändert.

Ein systemischer Blick als nächster Schritt

Wenn Sie Führung nicht weiter individualisieren, sondern strukturell verstehen möchten, ist ein systemischer Reality Check ein sinnvoller Einstieg.

"Die Qualität eines Leaders lässt sich am besten anhand der Handlungen derer beurteilen, die er führt."

Bill Courtney (Football-Trainer und CEO)

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